Mit einer Navigations-App für sehbehinderte Menschen unter die Top 100 Deutschlands
Wettbewerbe ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, sich mit Themen auch außerhalb des regulären Unterrichts zu befassen, Neues zu entdecken, über den Tellerrand hinauszuschauen sowie eigene Kompetenzen und Stärken weiterzuentwickeln. Um individuelle Begabungen zu fördern, bietet hierfür das Burggymnasium die jährliche Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben an, wie den Olympiaden in den naturwissenschaftlichen Fächern oder auch einem Englischübersetzungswettbewerb. Im Rahmen des Programms der Begabtenförderung des Burggymnasiums ist es jedoch nicht nur möglich, an den an der Schule etablierten jährlich stattfindenden Wettbewerben teilzunehmen, sondern auch an der Vielzahl jener, die darüber hinaus für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Interessen, Stärken und Begabungen geeignet sind. So entschloss sich Hlieb Marchenko, Schüler der E-Phase, kurzerhand Ende des Jahres 2025 bei „Jugend gründet“, einem bundesweiten Wettbewerb, bei dem junge Menschen in die Rolle von Start-Up-Gründern schlüpfen, seinen Businessplan einzureichen. Damit war der erste Schritt getan. Was seine Geschäftsidee war, was nach dem Einreichen des Plans ab Januar 2026 folgte und wie erfolgreich Hlieb im Wettbewerb war, schildert er in seinem nachfolgenden Bericht:
„Der Wettbewerb war in mehrere Phasen unterteilt. In der ersten Phase ging es um das eigene Projekt. Dabei war der Jury nicht nur wichtig, eine profitable Idee zu sehen, sondern auch eine Idee, die die Welt zu einem besseren Ort machen könnte. Nach einiger Zeit entschloss ich mich dazu, eine Navigations-App für sehbehinderte Menschen zu entwickeln. Dabei ging es mir nicht nur darum, Geld zu verdienen, sondern vor allem darum, das Leben anderer Menschen zu erleichtern. Während des Wettbewerbs musste ich dafür einen kompletten Businessplan für mehrere Jahre im Voraus entwerfen. Dazu gehörten die Entwicklung von Werbestrategien, Überlegungen zur Finanzierung und zum Umgang mit dem Budget sowie natürlich die Planung der App selbst. Unterstützung erhielt ich dabei durch eine sogenannte Business-Akademie, die den gesamten Prozess etwas erleichterte.

In der zweiten Phase standen die Fähigkeiten im Bereich der Unternehmensführung im Vordergrund. Dort wurde eine Simulation gestartet, in der ich über mehrere Jahre hinweg ein Unternehmen leiten musste. Dabei arbeitete ich mit Finanzen, Berichten, Werbe- und Konkurrenzstrategien.
In jeder Phase vergab die Jury eine bestimmte Anzahl an Punkten, die schließlich über die Platzierung entschieden. Am Ende belegte ich Platz 70 von etwa 2300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Obwohl ich damit nicht in die Top 10 kam und somit nicht an der nächsten und letzten Phase teilnehmen durfte, empfand ich den Wettbewerb dennoch als eine sehr interessante Erfahrung und würde sehr gerne erneut daran teilnehmen. Außerdem habe ich das Projekt weiterentwickelt und plane, es in den nächsten Monaten den Menschen zur Verfügung zu stellen.
P.S.: Die Alpha-Version ist bereits auf meinem GitHub verfügbar. Bei Interesse kann man gerne vorbeischauen und sich mein Projekt ansehen.“
Hlieb Marchenko & Ina Schenk









