Auch in diesem Jahr nahm eine Burgschülerin im Rahmen der Schülerakademien der Jugendbildung in Gesellschaft und Wissenschaft e. V. (JGW) in ihren Sommerferien an einem zweiwöchigen Kurs der Nachhaltigkeitsakademie zum Oberthema „Klimawandel und Nachhaltigkeit“ in Papenburg, Niedersachsen teil.

Lisanne Reiß aus dem aktuellen Biologie-Leistungskurs der Q3 zeigte sich stets sehr interessiert an das Fach betreffenden Fragen und an Forschungsvorhaben, sodass sie ihre Tutorin Frau Dr. Rösel-Hillgärtner für das dafür passende Programm der Schülerakademie vorschlagen wollte. Im Rahmen der Begabtenförderung meldete Frau Schenk die Schülerin schließlich an, welche den Kurs „Wissenschaft trifft Widerstand – Der psychologische und gesellschaftliche Rahmen von Klimawandelleugnung“ wählte. Vom 19. Juli bis 02. August 2026 ging Lisanne zusammen mit Gleichgesinnten den Hintergründen der Verschwörungstheorie mit dem Schwerpunkt Klimawandelleugnung nach. Neben dem Erwerb von theoretischen Kenntnissen aus der Psychologie und Soziologie, der Durchführung von Präsentationen und Diskussionen standen auch das Erlernen von wissenschaftlichem Arbeiten und das Erstellen einer Kampagne zur Prävention von Klimawandelleugnung im Mittelpunkt. Finanziell unterstützt wurde die Teilnahme an der Schülerakademie durch eine großzügige Spende des Ehemaligenvereins des Burggymnasiums unter der Leitung von Bernd Ulrich, dem wir an dieser Stelle unseren herzlichen Dank aussprechen möchten.

Lisannes Bericht

In dem nachfolgenden Bericht schreibt Lisanne über ihre Erlebnisse und Erfahrungen, um auch nachfolgende Generationen für eine Teilnahme an dem Angebot der Akademien zu motivieren und zu begeistern:

„Als ich die Zusage zum Kurs „Wissenschaft trifft Widerstand“ bekam, freute ich mich sehr und hoffte, dass ich tolle Erfahrungen in der Nachhaltigkeitsakademie machen würde. Diese Erwartungen wurden auf jeden Fall erfüllt.

Nachdem ich mit dem Zug in Papenburg ankam, konnte ich bereits während der anschließenden Busfahrt zum Unterkunftsort der Nachhaltigkeitsakademie mit vielen Teilnehmer/innen in Kontakt treten. Am ersten Abend lernte ich außerdem auch die Kursleitenden, die Akademieleitung und die anderen Kursteilnehmer/innen kennen. In der Nachhaltigkeitsakademie gab es neben meinem eigenen Kurs fünf weitere Kurse, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel auseinandersetzten.

Einblicke in den Akademiealltag

Ein Tag in der Nachhaltigkeitsakademie lief üblicherweise so ab, dass es zu Beginn des Tages ein Plenum gab. Dort gab die Akademieleitung die Planungen für die folgenden Tage bekannt. Danach fand die erste Kurseinheit statt, die bis zum Mittag andauerte. Nach dem Mittagessen gab es dann die Möglichkeit an kursübergreifenden Aktivitäten (KüAs) teilzunehmen. Das Besondere an den KüAs war, dass die Teilnehmer/innen diese Aktivitäten selbst planten. Ich nahm beispielsweise an einer Lauf-KüA und an einer Back-KüA teil. Ab 16.00 Uhr fand anschließend die zweite Kurseinheit statt, die bis zum Abend dauerte. Nach dem Abendessen gab es wieder die Möglichkeit an KüAs teilzunehmen.

Forschung, Diskussion und Prävention

In meinem Kurs „Wissenschaft trifft Widerstand“ beschäftigten wir uns, wie oben schon erwähnt, mit dem psychologischen und soziologischen Hintergrund von Verschwörungstheorien, insbesondere mit dem Thema Klimawandelleugnung. Zu Beginn der Akademie durften wir Präsentationen vorstellen, die sich mit der Psychologie und der Soziologie in Bezug auf Klimawandelleugnung befassten und vor Beginn der Akademie in Zweiergruppen erstellt wurden. Das war sehr hilfreich, denn so kannte ich schon vor Beginn der Akademie eine andere Kursteilnehmerin. Das durch die Präsentationen erworbene Wissen bildete die Grundlage, um in der zweiten Woche eine Kampagne planen zu können, deren Ziel es war, Klimawandelleugnung frühzeitig zu verhindern. Die Präsentationen und ein zuvor gelesenes wissenschaftliches Paper wurden für die Erstellung einer Instagram-Kampagne genutzt (Link siehe unten). Ein besonderes Highlight war eine Videokonferenz mit einem Soziologie-Professor, der sich unter anderem mit dem Thema Verschwörungstheorien auseinandergesetzt hat und dem wir Teilnehmer/innen dazu Fragen stellen konnten.

Exkursionen und Projekte

Außerhalb der täglichen Kurseinheiten wurde in der ersten Woche ein Exkursionstag veranstaltet, bei dem viele verschiedene Ausflüge angeboten wurden. Dazu gehörte unter anderem eine Exkursion zu einem Moor, an der ich teilnahm. Zudem fanden am Wochenende Projekttage statt, die man unabhängig von dem eigenen Kursthema wählen durfte. Ich nahm an einem Projekt teil, dessen Ziel es war, den an der Unterkunft gelegenen See ohne technische Hilfsmittel zu kartieren. Aber es gab auch andere spannende Projekte, wie z. B. der Bau eines Solarkochers oder die Herstellung von Farben nur mit Stoffen, die man in der Natur findet. Die Ergebnisse der verschiedenen Projekte wurden anschließend vorgestellt. In der zweiten Woche fand zudem noch ein Rotationstag statt, bei dem man einen guten Einblick in die Themen der anderen fünf Kurse bekommen konnte.

Moorlandschaft während einer Exkursion der Nachhaltigkeitsakademie 2026
See an der Unterkunft der Nachhaltigkeitsakademie 2026

Gemeinschaft und Abschluss

An dem Tag vor der Abreise gab es noch einen Abschlussabend, an dem die Teilnehmer/innen eigene Dinge vorstellen konnten, die unter anderem auch in den KüAs erarbeitet worden waren. So gab es beispielsweise eine Vorstellung des Chors und des Orchesters.

Abschließend kann ich sagen, dass die Nachhaltigkeitsakademie eine sehr schöne und ereignisreiche Erfahrung war, von der ich viel mitnehmen konnte. Besonders die Gemeinschaft auf der Akademie fand ich sehr beeindruckend. Durch die KüAs konnte man verschiedene Menschen kennenlernen und jeder konnte sich an den KüAs beteiligen. Aus den genannten Gründen kann ich jedem empfehlen an der Nachhaltigkeitsakademie teilzunehmen. Besonders möchte ich mich bei Frau Dr. Rösel-Hillgärtner und bei Frau Schenk bedanken, die es mir ermöglicht haben, diese besonderen Erfahrungen auf der Nachhaltigkeitsakademie machen zu dürfen.“

Kursraum der Nachhaltigkeitsakademie 2026
Lisanne Reiß mit Teilnahmeurkunde der JGW-Nachhaltigkeitsakademie 2026

Instagram-Kampagne

Zur Instagram-Kampagne „schlafschaf_“

Lisanne Reiß und Ina Schenk

Gruppenfoto der Fußballmannschaft beim Oberstufencup 2026 vor einem Fußballtor auf dem Sportplatz, hintere Reihe stehend, vordere Reihe sitzend im Gras.Oberstufencup 2026
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